Einzelansicht

Elektromobilität

Mit Hilfe der Elektronik vorwärts zu kommen, ist längst unser Alltag. Gerade öffentliche Verkehrsmittel wie Straßen- und S-Bahnen oder Züge nutzen diese Möglichkeit schon seit geraumer Zeit. Die erste elektrisch angetriebene Bahn wurde im Jahr 1842 von Robert Davidson (Quelle: Wikipedia) auf der Strecke Edinburgh – Glasgow auf die Schienen gebracht. In Deutschland zog im Jahr 1879 Werner Siemens in Berlin nach.

Die Elektronik für Fortbewegungsmittel zu nutzen, war demnach nach der Dampflock die zweite Möglichkeit. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Ottomotor in Fahrzeugen eingesetzt.
Mittlerweile lösen Elektroautos die Verbrennungsmotoren wieder mehr und mehr ab.
Vor allem Kommunen und Städte rüsten die Fuhrparks großflächig um und setzen auf Elektrofahrzeuge. Gegenüber den klassischen Varianten, wie Diesel oder Benzin, hat die Elektromobilität durchaus Vorteile.
E-Autos sind relativ schnell aufgeladen und gerade für Kurzstrecken, wie sie innerhalb von Städten verstärkt vorkommen, die ideale Lösung. Strom ist günstiger als Öl, kann durch Sonnen- und Windenergie hergestellt werden und ist somit Teil der erneuerbaren Energien. Der Schadstoffausstoß an Stickoxiden oder Co2 ist ebenfalls deutlich geringer.
Entsprechende Ladestationen finden sich immer häufiger. Neben den klassischen Tankstellen bieten zwischenzeitlich auch öffentliche Parkplätze häufig schon die Möglichkeit an, E-Autos aufzuladen.
Elektroautos sind also nach allgemeiner Meinung wesentlich schonender für die Umwelt, dass unsere bisherigen Fortbewegungsmittel.
Jedoch gibt es auch Gegenargumente. Denn auch, wenn E-Fahrzeuge keine Schadstoffe wie Stickoxid oder Co2 ausstoßen, belasten sie die Umwelt durch den entstehenden Elektrosmog dennoch.
Ein weiteres beachtenswertes Gegenargument ist die hohe Strahlenbelastung eines Elektro-Autos.
Die Karosserie eines Autos ist grundsätzlich so gebaut, dass sie wie ein Faradayscher Käfig funktioniert. Solch eine Käfig sorgt dafür, dass Elektrische Strahlungen draußen bleiben und die Insassen so zum Beispiel vor einem Blitzschlag geschützt sind. Der Blitz wird außen am Auto in die Erde abgeleitet und die elektrische Ladung kann nicht in das Innere des Fahrzuges geraten.
Jedoch funktioniert das auch genau umgekehrt. Die Strahlung, die sich im Inneren des Käfigs aufbaut, kann auch nicht nach Außen dringen. Für ein Elektroauto bedeutet das, dass sämtliche elektrische Strahlung, die im Inneren des Autos aufgebaut wird, auch innen bleiben und die Insassen belasten..
Das gilt zwar auch für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, jedoch ist durch die elektrische Funktionsweise des E-Autos die Strahlenbelastung deutlich höher. Sind dann noch Smartphone, Tablett und Co eingeschaltet, wird diese Strahlung weiter verstärkt.
Untersuchungen zufolge ist die Belastung durch Elektrosmog auf dem Fahrer – und Beifahrersitzen vergleichsweise gering, jedoch immer noch zu hoch. Die höchsten Werte wurden auf der Rücksitzbank gemessen. Genau da, wo die Kinder sitzen. Kinder sind deutlich anfälliger für die Strahlenbelastung.
Während die Stickoxide und Co2 – Ausstöße der Verbrennungsmotoren also überwiegend der Lunge schaden, betrifft es bei Elektrosmog die Nervenbahnen.
Komplett schützen können Sie sich in einem Elektroauto vor der Strahlung nicht. Jedoch gibt es durchaus Möglichkeiten, die Strahlungsbelastung niedrig zu halten.
Abschirmende Kleidung zum Beispiel schützt in gewissem Maße, aber auch das Abschalten von Mobiltelefonen und Co in einem Elektroauto hilft bereits dabei, die Strahlungen zu verringern.
Aktuell geltende Gesetze geben einen Grenzwert vor, welcher nicht überschritten werden darf, damit ein Auto für die Straße zugelassen werden kann. Diese Grenzwerte werden von deutschen Autobauern eingehalten, wenn auch häufig nur knapp unterhalb des höchstmöglichen Wertes.
Solange der Gesetzgeber hier also nicht nachjustiert, und die Grenzwerte herabsetzt, gibt es für die Autoindustrie vorerst noch keinen ausreichenden Grund, die Strahlenbelastung weiter nach untern zu setzen. Erreicht werden könnte das mit einfachen Mitteln, wie zum Beispiel der besseren Abschirmung von Kabeln.