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Die Brennstoffzelle – eine günstige Alternative?

Elektroautos sind bekannt, immer häufiger finden sich Ladestationen und die Kommunen und Städte steigen verstärkt auf den klassischen Elektroantrieb um. Deutlich günstiger im Verbrauch und umweltschonender als der klassische Verbrennungsmotor sind sie eine gute Alternative. Doch im Privatgebrauch werden die klassischen E-Modelle noch nicht so gut angenommen, wie gewünscht. Lange Ladezeiten und kurze Reichweiten halten den privaten Autofahrer vom Kauf ab.

Jedoch kommt das Dieselfahrverbot in immer mehr Städten, was den Verbraucher in seiner Entscheidungsfreiheit beim Neukauf eines Fahrzeuges einschränkt. Die Fahrverbote treffen nicht jeden Dieselfahrer, da nur die Städte vom Fahrverbot betroffen sind, die den vorgegebenen Grenzwert überschreiten. Lebt man jedoch zum Beispiel in Stuttgart, Hamburg oder Essen, oder pendelt in eine dieser Städte, um zum Arbeitsplatz zu kommen, beeinflusst das Dieselfahrverbot auch den, der außerhalb lebt.
Viele Dieselfahrer machen sich daher Gedanken über eine Alternative. Der Umstieg auf einen Benziner bringt in Bezug auf die Umwelt nicht viel, außerdem ist das aktuell wohl die teuerste Möglichkeit, sein Auto zu betanken.
Das klassische Elektroauto kommt nur in Frage, wenn das Fahrzeug nur für kurze Strecken verwendet wird und nach Möglichkeit ausreichend Ladestationen in Reichweite des Arbeitgebers vorhanden sind.
Bleibt noch die Brennstoffzelle. Umweltschonend mit Wasserstoff angetrieben, haben diese Autos Reichweiten von bis zu 500km und sind in 3 Minuten betankt.
Allerdings sind Fahrzeuge mit Brennstoffzelle noch sehr teuer. In Deutschland gibt es bislang nur wenige 100 Fahrzeuge, die mit Wasserstoff angetrieben werden, das Tankstellennetz ist mit Bundesweit nur wenige Dutzend öffentliche Tankstellen schlecht ausgebaut.
Im Jahr 2019 sollen allerdings noch ca. 100 Tankstellen entsprechend ausgerüstet werden, bis 2023 sollten es 400 sein. Eine Wasserstofftankstelle kostet derzeit eine Million Euro. (Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Brennstoffzelle-im-Auto-Zukunftstechnik-oder-Notloesung-3600930.html )
Die Brennstoffzelle wurde bereits 1994 von Daimler mit dem NECAR 1 (New electric Car 1) erprobt. Die für bis 2015 von Daimler angekündigten mehrere Hunderttausend Brennstoffzellautos sind jedoch noch nicht auf den Straßen unterwegs. Deutsche Hersteller sind den ausländischen in dieser Technologie noch hinterher. Toyota und Hyundai sind mit den Modellen Toyota Mirai für 78.600Euro und Hyundai – Offroader ix 35 für 65.450Euro bereits in die serienmäßige Produktion gegangen.
BMW hat sich mittlerweile mit Toyota zusammengetan und möchte bis zum Jahr 2021 das erste serienmäßige Brennstoffzellauto auf den Markt bringen.
Die Funktionsweise der Brennstoffzelle ist an sich recht simpel: Wasserstoff und Sauerstoff treffen aufeinander und erzeugen Energie und Wärme.
Aufgebaut ist die Brennstoffzelle ähnlich, wie eine Batterie. Die Batterie speichert die Energie und gibt sie an den Elektromotor ab, der wiederrum das Fahrzeug antreibt.
Diese Funktionsweise ist effektiver als der reine Batteriebetrieb, außerdem ist das Fahrzeug so innerhalb weniger Minuten aufgetankt.
Die Brennstoffzelle ist also ein großer Hoffnungsträger der Autoindustrie, die sich in Hinblick auf das vermutlich kommende Diesel-Aus, nach Alternativen umschauen muss.