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09.09.2010 15:49 Alter: 7 yrs
Von: R. Schwarz

Der ÖkoGlobe 2010 geht an den Nissan Leaf

Den Elektroautos gehört die automobile Zukunft. Mit dem Nissan Leaf überzeugte ein derartiges Fahrzeug nun auch die Jury beim diesjährigen ÖkoGlobe, einem der wichtigsten Umweltpreise der Branche.


Nissan Leaf

Nissan Leaf, © Nissan

Der ÖkoGlobe gilt als einer der wichtigsten Umweltpreise der globalen Automobilbranche. Insgesamt waren dieses Jahr über 100 Bewerbungen eingegangen, was eine Rekordbeteiligung darstellt. Am Ende war sich die Jury einig. "Die Elektrifizierung der Antriebe bildet mit Abstand den größten Block der eingereichten Innovationen", so Jury-Sprecher Ferdinand Dudenhöffer. So fand sich in diesem Bereich auch ein gefeierter Sieger. Noch vor Modellen von BMW und Honda setzte sich der Nissan Leaf in der Kategorie "Ökologische Großserienfahrzeuge" durch. Die elektrobetriebene Limousine überzeugte die Experten auf ganzer Linie.


Gelobt wurde vor allem, dass der Leaf von Nissan nicht nur einem ausgewählten Kreis von Meinungsmachern zur Verfügung gestellt wurde, sondern das Auto schon 2010 auch an Privatkunden verkauft werden soll. Auch hinsichtlich der CO2-Ersparnis und im Hinblick auf die Gesamt-Ökobilanz konnte der Japaner überzeugen. Weitere Kriterien für die Juryentscheidung waren "Verkaufszahlen" und "Preis".


In der Tat wird der Leaf bereits zu erstaunlich humanen Preisen erhältlich sein. Wie hoch der Preis genau liegen wird, hängt auch davon ab, in welcher Höhe emissionsfreie Automobile vom jeweiligen Staat gefördert werden. Man kann jedoch konstatieren, dass der durchschnittliche Verkaufspreis, in dem auch der Lithium-Ionen-Akku enthalten ist, sich nicht wesentlich von dem einer hochwertigen Limousine mit herkömmlicher Antriebstechnologie unterscheiden wird. Das Elektroauto wird also endlich auch in seiner Anschaffung für breitere Bevölkerungsschichten finanzierbar und damit interessant.


Interessant wird es erst recht, wenn man sich vor Augen führt, dass der Nissan in der Lage ist, bis auf 140 km/h zu beschleunigen, und das bei Kosten von gerade einmal etwas mehr als einem Euro pro 100 Kilometern. Ist die Batterie komplett aufgeladen, können damit Strecken von bis zu 160 Kilometern bewältigt werden.